
Eines Tages fragte mich mein Verstand, warum ich meinem Herz das antat, warum ich es leiden ließe und warum ich es geradezu andanernd brechen ließ. Da schaltete sich mein Gewissen ein und fragte, ob ich mir denn nicht schlecht vorkam, wo ich doch mein Herz so quälte, und ihm nur Schmerzen zufügte. Mein Verstand meinte, ich solle nicht so egoistisch sein und alleine bleiben, das täte meinem Herz gut. Und das Gewissen ergänzte, ich sei allein sowieso besser dran, denn immer wenn jemand anders dabei ist, würde es komplizierter werden. Da fing mein Herz an zu weinen. Und mein Verstand schimpfte, dass sei jez das, was ich davon habe, vom andauernden Brechen meines Herzen und den ganzen Qualen. Mein Gewissen schrie, ich solle mich gefälligst entschuligen und es bereuen, was ich gemacht habe. Also entschuldigte ich mich bei meinem Herz. Dafür, wie ich es habe brechen lassen, wie ich mich verliebt habe, wie ich es gequält hatte und ihm Schmerzen zugefügt hatte. Dafür, dass ich nicht einfach allein geblieben war. Und ich versprach ihm, ihm nicht mehr wehtun zu wollen. Da hörte mein Herz auf zu weinen und schwieg. Es schwieg lange und dachte nach. Bis es endlich etwas sagte. Es meinte, ich habe gerade den größten Fehler in meinem Leben gemacht. Ich dürfte nie versprechen, ich würde meinem Herzen nicht mehr wehtun. Denn nur durch Erfahrungen könnte man dazulernen und irgendwann mal glücklich sein. Und Erfahrungen schmerzten nunmal manchmal. Aber mein Herz wandte ein, dass ich mit ihm gelitten habe, dass ich genauso weinte, wie es selbst und dass ich niemals eine falsche Entscheidung in Sachen Liebe getroffen hätte. Denn in Wirklichkeit, so meinte mein Herz, habe es selbst jede dieser Entscheidungen getroffen, doch der Vertsand und das Gewissen hätten sich zu oft schon miteingemischt, nur so konnte es passieren, dass das Herz so viele Schmerzen mitmachen musste. In Zukunft wolle das Herz seine Entscheidungen selbst treffen, beschloss es.

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